Tipps zur Pflege einer Heckenschere

Wer eine gute Heckenschere gefunden hat, möchte lange an ihre Freude haben. Immerhin soll sie nicht nur in einem Jahr die Bäume, Sträucher und Hecken im Garten in Schuss halten, sondern über viele Jahre hinweg immer wieder für den Rückschnitt genutzt werden. Dies gelingt jedoch nicht durch puren Zufall. Eine Heckenschere möchte gepflegt werden. Wie ein gewöhnliches Messer, ein Rasenmäher oder ein Trimmer erfordert sie eine regelmäßige Pflege. Ein Hexenwerk ist die Pflege der Heckenschere dennoch nicht. Nachfolgend verraten wir einige Tipps rund um das Thema.

Die Schwachstellen der Heckenschere

Es ist nicht unbedingt der Motor, der bei einer Heckenschere als Schwachstelle bezeichnet werden kann. Viel wichtiger für den reibungslosen Betrieb sind die Schneidblätter. Diese kommen bei Arbeiten im Garten mit Ästen, Zweigen, aber auch mit Schmutz in Berührung und können sich festsetzen. Dem Antrieb selbst sollte aber auch Beachtung geschenkt werden. Immerhin sorgt er für die Bewegung der Kettensägen und kann sich durch eine nachlässige Wartung festsetzen. Die Schwachstelle des Antriebs liegt direkt an dem Aufsatz der Schneidblätter. Die hier befestigte Schraube sollte regelmäßig mit Universalöl eingerieben werden, damit ein leichtgängiger Antrieb gewährleistet bleibt.

Bei einer akkubetriebenen Heckenschere erfordert auch der Akku ein wenig Aufmerksamkeit. Allerdings muss er nicht selbst gewartet werden. Viel wichtiger ist es, die Aufladung korrekt durchzuführen. Sicher, heutige Akkus leiden nicht mehr unter dem sogenannten »Memory-Effekt«, durch fehlerhaftes Laden können sie dennoch Schaden nehmen. Wichtig ist, den Akku erst mit dem zur Heckenschere gehörigen Ladegerät aufzuladen, wenn er fast entleert ist. Nun kann er sich wieder vollends aufladen. Schlecht für jeden Akku ist zudem die Tiefenentladung. Geht gar nichts mehr, hat sich der Akku vollständig entladen. Hierdurch nimmt er Schaden und büßt Kapazität ein. Eine vollständige Entladung sollte daher immer vermieden werden.

TIPP: Wird die Aufladung unterbrochen, kann der Akku ebenfalls Schaden nehmen und die Heckenschere nicht mehr richtig antreiben. Daher sollte der Akku stets an der Ladestation verbleiben, bis die Signallampe eine vollständige Aufladung anzeigt.

Die Pflege der Heckenschere

Zuerst einmal gilt: Sicherheit geht vor. Bevor überhaupt nur daran gedacht wird, sich genauer mit den Scherblättern der Heckenschere zu befassen, sollte sie gesichert sein. Bei akkubetriebenen Heckenscheren erfolgt dies durch die Akkuentnahme. Wird die Heckenschere stattdessen per Kabel mit Strom versorgt, sollte der Stecker gezogen und die Klinge zusätzlich arretiert werden.

Die erste Pflege kommt der Heckenschere bereits nach der Benutzung zugute. Nun werden Blattreste, Feuchtigkeit und Schmutz von den Scherblättern entfernt. Besonders gründlich geht dies, indem die Scherblätter aus der Heckenschere entnommen werden. Jedes Modell besitzt am Übergang zwischen Scherblättern und Gehäuse eine Schraube, die die Klinge festhält. Werden die Schrauben gelöst, lassen sich die Klingen entnehmen. Aber auch das Messerblatt selbst besitzt eine Schraube. Auch diese wird gelöst, um die Messer vollständig zu reinigen.

Diese Prozedur ist jedoch nicht nach jeder Benutzung nötig. Es genügt, Schmutz und Pflanzenreste sorgfältig von den Scherblättern der Heckenschere zu entfernen. Grober Schmutz lässt sich gut mit einem entsprechenden Pflegemittel lösen. Im letzten Schritt wird die Heckenschere geölt. Hierzu wird einfach ein entsprechendes Pflegeöl auf die Scherblätter aufgetragen. Besonders die Zwischenräume zwischen den einzelnen Scherblättern sind hier wichtig. Um es zu verteilen, kann nun die Heckenschere nochmals angeschaltet werden.

TIPP: Das Ölen der Heckenschere lässt sich vereinfachen. Anstelle dieMesser zu ölen, wird das Pflegemittel einfach in die Schutzhülle gegeben. Die Heckenschere lagert somit in einem Ölbad und Schmutz kann sich nicht festsetzen.

Zusammengefasst ist die Pflege der Heckenschere wirklich einfach:

  • Pflanzenreste, Schmutz und Feuchtigkeit entfernen
  • Klinge mit einem ölhaltigen Pflegemittel besprühen
  • Gegebenenfalls Schutzöl in die Schutzhülle geben

Wenn die Messer der Heckenschere abstumpfen

Die Schärfe von Messern nimmt durch die häufige Benutzung ab. Selbst die beste Heckenschere verliert irgendwann einmal ihre Schärfe. Nun braucht sie natürlich nicht entsorgt werden. Hochwertige Klingen können wahlweise über eine Fachwerkstatt oder auch von versierten Heimwerkern nachgeschliffen werden:

  • Die Scherblätter von der Heckenschere lösen und abnehmen.
  • Die Verschraubung der Scherblätter selbst lösen, um beide Blätter einzeln zu schleifen.
  • Mit einer einfachen Feile oder einem Schleifgerät mit Diamantfeilenaufsatz die Klinge schärfen. Hierbei ist es wichtig, sich an den vorgegebenen Winkel zu halten. Nach dem groben Schärfen kann die Klinge nun über einen feuchten Schleifstein gezogen werden, um Riefen und Kanten auszubessern.
  • Die Klingen wieder auf der Arretierung befestigen. Diese kann mit Universalfett geölt werden, was die Lebensdauer erhöht.
  • Vorsicht: Die meisten Heckenscheren besitzen Klingen, die mit einer Beschichtung versehen sind. Die Beschichtung schützt vor Rost. Wird die Heckenschere nun selbst geschliffen, geht die Beschichtung verloren. Das Einsprühen mit einem Pflegemittel und die ordentliche Säuberung nach jeder Benutzung sind nun natürlich besonders wichtig.

Die Heckenschere während der Lagerung pflegen

In den meisten Haushalten wird die Heckenschere im Frühjahr und im Herbst genutzt. Die Zwischenzeit kann nun für eine pflegende Lagerung genutzt werden. Einige Profis nehmen die Scherblätter der Heckenschere stets nach dem Gebrauch ab. Bis zur nächsten Benutzung lagern sie die Blätter in Schutzöl. Besonders gut geht dies, wenn die Scheide an einer Wand verschraubt und mit Pflegeöl gefüllt wird. Nun kommen die Scherblätter hinein und lagern in Öl. Durch die Wandbefestigung kann das Schutzöl nicht auslaufen und die Scherblätter sind sicher verstaut.


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